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Bau einer Terrarien-Rückwand #3

Nachfolgend eine schöne Bauanleitung für eine Terrarienrückwand aus Styropor©. Vom Prinzip ähnelt diese Anleitung der Anleitung #2, jedoch wurde hier noch ein paar tolle Ideen integriert. Die nachfolgenden Bilder sowie die Anleitung stammen von Manuel J. aus Sauensiek, an dieser Stelle noch mal vielen Dank für deine Mühe!

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Bauanleitung

Bild 1: Als Erstes muss man sich ein paar Gedanken machen, wie man sich die Rückwand optisch vorstellt. Wo sollen Liegeflächen und Klettermöglichkeiten sein? Bitte daran denken, dass die Liegeflächen nicht zu klein sind - hängt ja immer von der Größe des Tieres ab. Hat man nun eine grobe Vorstellung vom Aussehen der Rückwand, kann man nun dieses umsetzen und mit dem Bau beginnen. Jetzt nehmt Ihr euch eine Styroporplatte und passt sie den Maßen eures Terrariums an. Styroporplatten sind meistens 1 Meter lang, ist Euer Terrarium grö´ßer, müsst Ihr an den Enden noch Stücke ansetzen. Ich würde 2 Platten mit einer Stärke von 5 cm für die ersten beiden Lagen empfehlen. So bekommt man gleich die richtige Einfüllhöhe für den Bodengrund und man braucht noch keine großen Konturen schneiden. Die Platten werden alle durchnummeriert, damit man später auch noch weiß wie sie sich zusammensetzten. Habt ihr die erste Platte auf Länge angepasst, müsst ihr nun mit einem Edding© die Konturen in Form von leichten Wellenlinien aufbringen. Ist dieses geschehen schneidet ihr mit einem Cutter (scharfem Messer) die erste Platte aus und schreibt eine 1 darauf. Anschließend nehmt ihr die 1. Platte und legt sie auf eine neue Platte mit einer graden Kante für die Rückwand und zeichnet nochmals diese Kontur ab und schneidet genau so die 2. Platte aus und nummeriert sie.
Bild 2: Ab jetzt kommt dann der kreative Teil, wo und wie zeichne und schneide ich die Plattformen ein? Ihr nehmt Euch die 2. Platte und legt sie ebenfalls wieder über eine Platte. Dabei an die gerade Kante für die Rückwand denken! Jetzt schneidet Ihr aber nicht dieselbe Kontur wie bei der 2. Platte, sondern ihr schneidet jetzt mit einem Versatz von min. 1cm (nach belieben) um so eine treppenförmige / ungleichmäßige Wand zubekommen. So wird nun jede einzelne Platte für sich zugeschnitten und nummeriert. Mal mit einem Versatz nach innen und mal nach außen, bis ihr die für euch benötigte Terrariumhöhe erreicht habt. Da wo die Liegeflächen hinkommen einfach eine größere Wellenlinie aufzeichnen. Dabei ist natürlich die Körpergröße des Tieres zu beachten!. Anschließend mit der darufliegenden Platte wieder kleine Wellenlinien schneiden, so erhaltet ihr eine Einbuchtung. So gestaltet Ihr nun die komplette Rückwand außerhalb des Terrariums.
Bild 3: Wenn Ihr auch die Seiten mit einer Rückwand verkleidet habt und diese evtl. von einer Seite einsehbar ist, könnt ihr diese mit Abtönfarbe abdunkeln, damit die Ansicht schöner wirkt als das kahle Weiß der Styroporplatte. Ansonsten muss man nicht unbedingt die Rückseite extra behandeln.
Bild 4: So, nun geht es daran, die vorgefertigten Styroporplatten in das Terrarium einzupassen und zu fixieren. Nehmt die erste Styroporplatte (Nr.1) und passt sie ins Terrarium ein. Wenn nun alle Ecken so geschnitten sind, dass sie hinein passt (ohne zu kippeln), könnt ihr diese auch gleich mit dem Silikon an der Bodenscheibe fixieren. Hierzu das Silikon auf die Unterseite der Styroporplatte auftragen (ein dünner Streifen reicht aus) und anschl. auf die Bodenplatte des Terrariums drücken. Für die 2. Styroporplatte (Nr.2) könnt ihr nun das Silikon direkt auf die schon vorhandene Styroporplatte (Nr.1) geben und die 2. Platte daraufkleben. Bevor Ihr jetzt den ganzen Aufbau auf diese Art und Weise fertig stellt, klebt ihr zuerst noch die obersten Platten auf dieselbe Art und Weise ins Terrarium. Erst jetzt klebt ihr, wie gehabt Platte auf Platte, bis die ganze Rückwand fertig gestellt ist.
Bild 5: Tipp: Das Silikon nur auf die Styroporplatten geben, nicht auf das Glas, da es besser aussieht (betrifft natürlich nicht die unterste (Nr.1) und oberste Platte). Wenn nun die gesamte Rückwand im Terrarium eingearbeitet ist wird diese noch mit Silikon versiegelt. Das heißt, Ihr zieht jetzt um die gesamten Kanten der Rückwand einen Silikonstreifen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Es soll verhindert werden, dass Euch später keine Insekten hinter die Rückwand krabbeln. Bevor Ihr jetzt weitermacht, lasst Ihr das Silikon ein paar Stunden trocknen, soll ja nichts drin kleben bleiben. Tipp : Mit etwas Seifenlauge auf dem Finger kann man das Silikon wunderbar glatt streichen, ohne alles am Finger zu behalten. Dies sollte dann in etwas so aussehen:
Bild 6: Da jetzt die komplette Rückwand im Terrarium ist, könnt Ihr nun mit dem Strukturieren der Rückwand beginnen. Nehmt hierzu den Cutter und bearbeitet nun die ganzen Kanten und Flächen so, das es einer Felswand nahe kommt. Über die gesamte Rückwand alles ein wenig abschrägen und Vertiefungen hinein schnitzen. Habt Ihr diesen Schritt erledigt, wird nun das gesamte Terrarium und die Rückwand vom Styropor gesäubert. Als nächster Schritt kommt nun der Fliesenkleber ins Spiel. Mischt Euch hierzu jetzt den Fliesenkleber in einem Behälter an ( nicht zu fest/dick anmischen, damit er mit einem Pinsel verarbeitet werden kann ) und beginnt mit einem Pinsel den Fliesenkleber aufzutragen. Habt ihr die ganze Rückwand eingestrichen, sollte der Fliesenkleber ca. 12-24 Stunden trocknen. Nachdem der Fliesenkleber durchgetrocknet ist, kommt nun die 2. und evtl. die 3. Schicht Fliesenkleber darüber. Dabei immer die Trocknungszeit beachten.
Bild 7: Da jetzt der Fliesenkleber getrocknet ist, wird jetzt die letzte schicht Fliesenkleber aufgetragen. Diese wird dann aber gleich mit Sand bestreut. Den Fliesenkleber tragt ihr wie vor auf, jedoch immer nur in kleinen Abschnitten, damit er noch feucht genug ist und der Sand darauf haften bleibt. Für den Sand haben wir uns für ein Gemisch aus roten und gelben Terrariensand entschieden, denn so erhalten wir einen farblichen Unterschied zum Bodengrund. Außerdem ist so eine größere Körnung in der Rückwand vorhanden. Wir haben ein Mischungsverhältnis von 2 (rot): 1 (gelb) genommen. Damit eine gute Haftung gewährleistet ist, muss der Sand trocken sein. Wenn nun alles soweit vorbereitet ist und das erste Stück der Rückwand mit Fliesenkleber eingestrichen wurde, nehmt Ihr etwas Sand in die Hand und werft es gegen die frisch eingestrichenen Stellen. So verfahrt Ihr nun, bis die gesamte Wand fertig ist. Da die Wand jetzt besandet ist, muss sie natürlich auch wieder austrocknen! Nach der Trocknungszeit (12-24Std.) solltet ihr die Wand leicht abfegen. Ihr werdet sehen, dass an einigen stellen kein Sand haften geblieben ist. Das ist nicht weiter tragisch, da jetzt der Holzleim ins Spiel kommt. Nehmt euch einen Behälter zum Anmischen für das Wasser / Holzleim-Gemisch, rührt etwas Wasser mit dem Leim an (ca. 3:1, muss sich an den Fingern leicht klebrig anfühlen). Nun könnt ihr wieder in kleinen Abschnitten die Rückwand damit bestreichen und sofort wieder etwas Sand dagegen werfen. Wir haben das mit der gesamten Rückwand gemacht, da sie so noch dicker mit Sand beschichtet wurde. Ihr könnt auch nur die Sstellen einstreichen, wo der Sand nicht im Kleber haften geblieben ist. Die Wand sollte jetzt auch wieder gut austrocknen!
Bild 8: So nun ist die Rückwand fast fertig. Jetzt nur noch die frisch besandet Rückwand und das Terrarium vom überschüssigen Sand entfernen und hier und da die Rückwand mit Pflanzen ausschmücken. Wir haben dazu Tillandsien genommen da sie sich hervorragend für ein Wüstenterrarium eignen. ( ACHTUNG : keine blühenden Tillandsien verwenden!!! ) Die Tillandsien könnt Ihr entweder mit natürlichem Baumharz oder mit etwas Silikon an der Rückwand oder auf Steinaufbauten befestigen. Ende der Bauphase: Die Rückwand ist fertiggestellt. Ich hoffe, dass ich Euch ein wenig mit dieser Anleitung helfen konnte und wünsche Euch hiermit viel Spaß beim Rückwandbau!!!
Bild 9: Auf diese Art und Weise könnt Ihr Euch natürlich auch Steinaufbauten und Höhlen selber bauen.
Habt Ihr noch Ideen, Anleitungen und Bilder rund um das Thema "Terrarienbau"? Dann setzt Euch bitte mit mir in Verbindung, danke!!!

Weitere Anleitungen auf www.zwergbartagamen.de:

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Wichtige Hinweise & Tipps:

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