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Parasitenbefall

Milben Parasiten haben im Terrarium nichts zu suchen!

Mögliche Parasiten: Milben, Rundwürmer, Bandwürmer, Fadenwürmer, Hakenwürmer, Madenwürmer, Spulwürmer, Haarwürmer und Saugwürmer

Die Ursache für Parasiten können sein: Schlechte Futtertiere oder schlechte Reinigung sind der Hauptgrund für Parasitenbefall beim Innenterrarium. Das Terrarium ist ständig von Kot und Futtertierresten zu säubern!
Parasiten können Blutverlust und Nährstoffmangel verursachen, toxische Substanzen abgeben, Entzündungen verursachen und das Immunsystem stark schwächen.

Mögliche Symptome für Parasitenbefall:
Appetitveränderungen, vermehrte Flüssigkeitsaufnahme, sichtbare Würmer im Kot, Verhaltensänderungen, schleimiger oder blutiger Kot, sehr häufige Kotabgabe.

Behandlung bei Verdacht auf Parasitenbefall:
Auf jeden Fall einen reptilienkundigen Tierarzt aufzusuchen und eine Kotuntersuchung durchführen. Der Kot sollte, wenn möglich, frisch sein. Am besten kann man in einem kleinen Döschen dem Kot etwas Wasser hinzugeben. So ein bis zwei Tropfen Wasser.
Wichtig ist, dass der Kot nicht gekühlt wird!!! Sollte man ihn kühlen, kann der Nachweis zur Bestimmung von „Einzellern“ erschwert werden. Möglichst diese Untersuchung vor der Winterruhe durchführen. Jedoch lang genug vorher, damit ein gewisser Behandlungszeitraum bleibt.
Beugt man dem vor der Winterruhe vor, so kann das Tier während der Ruhe nicht geschädigt werden.

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Kokzidien (Coccidia)

Kokzidien sind mikroskopisch kleine, einzellige Parasiten. Die für Bartagamen typische Kokzidienart befallen erst den Dünndarm und vermehren sich dort in der Zellen der Darmschleimhaut. Das Endprodukt der Vermehrung sind Oxiuren, die mit dem Kot ausgeschieden werden.

Diese Oxyuren besitzen eine sehr Widerstandsfähige Schale und können sich daher wochenlang halten. Da die Kokzidien keinen Zwischenwirt brauchen, also einen direkten Entwicklungszyklus haben, ist die Ansteckungsgefahr für andere Bartagamen durch Kontakt mit dem Kot oder durch Aufnahme kontaminierten Futters sehr groß. Auch die Gefahr der Wideransteckung durch Aufnahme der eigenen Oozysten ist gegeben. Dadurch können die Anzahl der Kokzidien im Tier gewaltig ansteigen und das Ergebnis ist eine so genannte Superinfektion, die zur Erkrankung des vorher gesunden Tieres führen kann.

Während gesunde Alttiere mit einer guten Abwehrkraft und einer entsprechenden hygienischen Haltung seltener erkranken, sieht die Lage gerade bei Jungtieren anders aus. Hier kann es zu regelrecht Bestandserkrankungen mit Abmagerungen, Durchfall und plötzlichen Todesfällen kommen.

Häufig wird im Kot solcher Jungtiere auch einen Wurmbefall festgestellt. Ein weiterer Hinweis auf eine schleichend verlaufende Kokzidieninfektion kann auch nur eine verzögerte Entwicklung der Jungtiere sein. Hygienemaßnahmen sind äußerst notwendig, da die gängigen Desinfektionsmittel nicht bei den Kokzidien wirken. Zur Behandlung ist Baycox empfohlen, als Nebenwirkung kann es trotz richtiger Dosierung zur vorübergehenden Störung des Allgemeinzustandes führen. Wichtig ist bei diesem Mittel die richtige Dosierung (Verdünnung), da dieses Mittel sehr die Schleimhäute der Bartagamen angreift.

Oxyuren (Madenwurm)

Diese häufigen auftretenden Parasiten sind weniger kritisch als die Kokzidien, nicht nur weil sie besser zu behandeln sind. Eigentlich gilt auch hier das gleiche wie bei Kokzidien, es ist ein Parasit mit direktem Entwicklungszyklus und auch mit der Gefahr der Superinfektion. Erste hinweise können für eine Infektion sein Abmagerung, kein Appetit, veränderter Kot, Dunkelfärbung der Haut. Ein Präparat zur Entwurmung ist zum Beispiel Panacur.


Wichtig für eine erfolgreiche Behandlung ist, dass das Wurmmittel wenigstens drei Tage hintereinander gegeben wird. Diese Behandlung sollte drei bis viermal im Abstand von ca. 10 Tagen wiederholt werden. Um die Wieder ansteckungs- Gefahr möglichst gering zu halten. Die Regelmäßige Kotuntersuchung wie auch bei den Kokzidien ist auch hier dringend erforderlich.

Milbenbefall

Zu finden sind diese auf der Haut, unter den Schuppen, im Bereich der weicheren Hautschichten, an den Augen, am Hals, in den Ohröffnungen, an den Extremitäten und am Schwanzansatz. Meist erkennt man den Milbenbefall aber erst, wenn der Befall schon sehr stark ist. Milben sind nur Millimeter groß und dunkelbraun oder rötlich gefärbt.


Auch hier sollten sie mit ihrem Tierarzt klären, was zu tun ist. Selbst geringe Überdosierungen von Medikamenten können tödlich enden. Der Tierarzt zeigt Euch die richtigen Medikamente und die Art der Anwendungen.


Quellen: div. Internetforen, mein Tierarzt, Fachbücher, C. Evers , Blood-Firedragon.de

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Wichtiger Hinweis: Für die hier gemachten Angaben kann ich keine Verantwortung übernehmen. Wenn ihr glaubt, dass Eure Tiere nicht gesund sind, oder sie sich auffallend verhalten, dann geht bitte sofort zu einem reptilienkundigen Tierarzt! Nicht zögern, denn das kann das Leben eurer Bartagame kosten! Außerdem empfehle ich, bei jedem Tieraztbesuch eine Kotprobe machen zu lassen (sollte man sowieso 2 x im Jahr durchführen).