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Nachfolgender Bericht wurde von Marcel Dreschel (Red_Eye/addicT*) verfasst und Zwergbartagamen.de zur Verfügung gestellt. Wir sagen: Vielen Dank, Marcel! |
Vorwort: Hier habe ich mal die allgemeinen Haltungsbedingungen für Bartagamen (hauptsächlich P. vitticeps und P. henrylawsoni) zusammengefasst. Die Infos dazu habe ich aus dem Buch Bartagamen von K. Grießhammer, G. Köhler und N. Schuster sowie von einigen Haltern hier aus dem Forum (Terraristik-Treff.de) Fachlektüre ist jedoch trotzdem empfehlenswert!
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Haltungsbericht Pogona herylawsoni (Zwergbartagame)
Verbreitungsgebiet der Bartagamen in Australien
aus dem Buch "Bartagamen", ISBN 3-936180-04-0 (sehr empfehlenswert!) Vergrößerung = Mausklick
Kapitel 1 & 2 (natürl. Lebensraum u. Verhalten)
| Kapitel 3 (Das Terrarium)
| Kapitel 4 & 5 (Pflege im Terrarium u. Schlußwort)
1.0 Natürlicher Lebensraum
Jede Art der Gattung Pogona ist ausschließlich in Australien anzutreffen. Sie bewohnen jeden Teil Australiens. Pogona henrylawsoni beispielsweise ist hauptsächlich im westlichen Australien anzutreffen, P. vitticeps hingegen meist nur im Osten. Sie leben in Halbwüsten, Steppen, trockenfeuchten Biotopen und Baumsteppen.
2.0 Verhalten
Bartagamen sind im Terrarium meist ruhige Zeitgenossen. Hält man sie einzeln, behalten sie ihr natürliches Verhalten oft bei. Bei Gruppenhaltung und guten Haltungsbedingungen können die natürlichen Verhaltensweisen jedoch ablassen.
2.1 Kommunikation
Bartagamen kommunizieren nicht über Laute die sie von sich geben, sondern eher mit Bewegungen und Gesten.
Je agiler und dominanter eine Bartagame ist, desto höher ist ihr Rang in einer Gruppe. Dies zeigt sich dadurch, dass sie z.B. als erstes fressen und trinken oder den besseren/besten Sonnenplatz für sich beanspruchen. Die ranghöchsten Tiere haben, bedingt durch die in Terrariumhaltung garantierte Futteraufnahme, mehr Körpermasse als rangniedrigere Tiere.
Sie sind größer und kräftiger, was dazu führen kann dass andere Bartagamen angegriffen, Zehen und Gliedmaßen abgebissen oder sogar getötet werden. Tritt dies ein, muss das Ranghöchste Tier aus dem Terrarium genommen und in ein anderes gesetzt werden. Dann übernimmt das bisher 2. höchste Tier in Bunde die Funktion des ranghöchsten Tiers.
2.2 Drohverhalten
Fühlen sich Bartagamen bedroht, eingeengt oder erschrickt sie sich, wird oft mit aufreißen des Mauls und aufstellen des Bartes gedroht.
P. Vitticeps und P. Barbata (auf die hier nicht weiter eingegangen wird) reagieren häufig mit sämtlichen Drohverhalten: der Bart wird aufgestellt, das Maul wird geöffnet und dabei gefaucht, der Rumpf wird abgeflacht und schräg aufgestellt, der Schwanz wird auf den Boden geschlagen und die Stachelschuppen werden gezeigt. Hilf das nicht, den Feind oder Kontrahent zu verjagen, wird er manchmal angesprungen und gebissen.
2.3 Balz- und Territorialverhalten
Das ranghöchste Männchen kontrolliert aufmerksam sein Territorium (in unserem Falle das Terrarium). Ein 2. Männchen wird bei adulten (ausgewachsenen) Tieren nicht geduldet. Dies führt dazu, dass das ranghöhere Männchen mit Territorialritualen versucht, das fremde Männchen aus seinem Territorium zu vertreiben, sofern dieses keinerlei Demutsgesten zeigt ("Winken"). Dabei wird die Kehlregion (Bart) schwarz gefärbt, und die Kehlhaut gespreizt und stark mit dem Kopf genickt.
Es wird sich gegenseitig längs aufgestellt, um möglichst groß zu wirken. Dann umkreisen sich die beiden und richten die Körperseiten zueinander aus. Dabei versuchen sie, sich gegenseitig in die Stachelschuppen zu beißen, wo die Tiere vor Angriffen gut geschützt sind.
Hat es eines der Tiere geschafft, sich fest in den Gegner zu beissen, versucht das dominantere Tier seinen Körper mit ruckartigen Bewegungen auf den des Kontrahenten zu schieben. Dieser bleibt dann regungslos liegen, um seine unterwürfigkeit auszudrücken oder versucht sich freizuschlängeln und wegzulaufen.
Zum Balzverhalten der männlichen Bartagamen zählt das Kopfnicken, welches in Richtung der Weibchen ausgeführt wird. Weibchen können das Paarungsverhalten der Männchen provozieren, indem sie ruhig sitzen bleiben und den Schwanz leicht anheben.
2.4 Demutsgesten
Weibchen und unterlegene Männchen verfügen über diverse Verhaltensweisen, die dominantere Tiere beruhigen sollen.
"Winken", "Verbeugungen" und langsames Kopfnicken soll dazu dienen. Auch Weibchen können die dominante Rolle übernehmen, dies kommt aber eher selten vor.
2.5 Thermoregulation
Bartagamen sind wie alle Reptilien wechselwarm. Das Bedeutet, dass sie um auf "Betriebstemperatur" kommen zu können, fremde Hilfe benötigen. Diese Hilfe kann von warmen Sonnenstrahlen, aufgeheizten Asphaltstraßen oder aufgeheizten Steinen bezogen werden. Im Terrarium hingegen benötigt man spezielle Lampen oder Heizmatten, dazu aber später.
Die Temperaturen in Australien gehen bis hoch auf 70°C (bei aufgewärmten Oberflächen, wie Asphaltstraßen etc.). Demnach sollte man in einem Terrarium ähnliche Wärmezonen schaffen, die von 25°C an der kühlsten, bis hin zu 50°C an der wärmsten Stelle gehen. Wird es Bartagamen zu warm, ziehen sie sich an kühlere Orte zurück oder fangen an zu hecheln. Das dient dazu, über die sich Maul befindenen Schleimhäute wärme abzubauen.
Mehr zum Thema Temperaturen im Terrarium später.
3.0 Das Terrarium
Um die erfolgreiche Pflege und artgerechte Haltung von Bartagamen in einem Terrarium zu gewährleisten, müssen bestimmte Voraussetzungen getroffen werden.
Diese wären:
* genug Platz (Terrariumgröße)
* diverse Klettermöglichkeiten
* eine große Wasserschale, um das Baden zu ermöglichen
* richtiger Bodengrund muss vorhanden sein (dazu später mehr)
* die Einfüllhöhe des Bodengrunds muss hoch genug sein
* eine gute und helle Beleuchtung
* UV-Bestrahlung muss angeboten werden
* ein möglichst hohes Temperaturgefälle von ca. 25°C an der kühlsten, bis hin zu 50°C an der wärmsten Stelle. Sonstige Lufttemperatur um 35°C
* angebotene Versteckmöglichkeiten
* gutes und richtiges Futter (dazu später mehr)
Die Maße für das Terrarium einer einzelnen Bartagame werden wie folgt errechnet. Das 5 fache der KRL (Kopf-Rumpf-Länge) wird für die Länge, das 4 fache für die Tiefe und das 3 fache für die Höhe multipliziert. Hat man also eine Bartagame mit der KRL von 25cm, ergeben sich die Terrariummaße 125x100x75 (LxTxH). Für jedes weitere Tier müssen 15% der Grundfläche addiert werden.
Die Breite kann mit der Tiefe des Terrariums variiert werden. Wichtig ist die Grundfläche! Zur Grundausstattung des Terrariums gehören Klettermöglichkeiten, Bodengrund, eine Wasserschale, und vor allem eine helle Beleuchtung. Da die Beleuchtung von Terrarium zu Terrarium, und von Halter zu Halter verschieden ist, wird an dieser Stelle nicht bis ins kleinste Detail darauf eingegangen. Mehr zum Thema Beleuchtung findet ihr hier.
3.1 Der Bodengrund
Die Füllhöhe des Bodengrunds sollte im Idealfall 20cm betragen. Sollte man nicht die Möglichkeit haben, den Bodengrund so hoch einzufüllen, so ist einem angeraten, ein Gefäß indem der Bodengrund höher aufgefüllt ist, anzubieten. Gerade bei der Eiablage ist das zu empfehlen.
Als Bodengrund eignet sich ein Sand/Lehmgemisch zu 5 Teilen Sand und einem Teil Lehm. Der sollte gemischt, ins Terrarium gefüllt und dann kräftig genässt (nicht durchnässt!) und angedrückt werden. Dies sichert eine hohe Festigkeit des Sand/Lehmgemischs, was den Tieren das Buddeln erleichtert und dafür sorgt, dass die gebuddelten Höhlen nicht über den Tieren wieder zusammenfallen. Durch Kot verschmutzte Sandstellen sollten schnellstmöglich entfernt werden, um strengen Geruch vorzubeugen, und Hygiene im Terrarium zu garantieren.
3.2 Klettermöglichkeiten
Klettermöglichkeiten können in Form von eigens gebauten Rückwänden und Felsen, kräftigen Ästen und Steinen bestehen. Diese sollten gut befestigt werden, um zu verhindern dass sie Umfallen und gegebenenfalls ein Tier verletzen. Auch kann man aus Styropor und Fliesenkleber (siehe Bauanleitungen) Versteckmöglichkeiten bauen. Diese sollten geräumig sein, um – bei Gruppenhaltung – auch mehreren Tieren den Unterschlupf zu gewähren. Mehr zum Thema Bauanleitungen findet ihr hier.
3.3 Futter- und Wasserschalen
Frisches Wasser sollte ständig angeboten werden. Alle 1-2 Tage sollte die Wasserschale daher entnommen, ausgewaschen und gereinigt werden. Die Größe der Wasserschale richtet sich nach der Größe der Tieren. Sie darf für kleine Bartagamen nicht zu groß, für große wiederum nicht zu klein sein. Auch ist darauf zu achten, dass gerade Jungtiere wieder leicht nach einem Bad aus der Wasserschale gelangen. Es gibt mittlerweile Wasserschalen, die eine kleine Treppe integriert haben. Solch eine Wasserschale wäre anzuraten. Futterschalen sind für Lebendfutter eigentlich sinnlos. Allerdings sind sie für das Grünfutter unabdingbar!
(Mehr zum Thema Futter später) Auch Mehlwürmer kann man in Futterschalen anbieten, da sie nicht flüchten können. Auch hier empfiehlt sich wieder, die Futterschale vor jeder neubestückung mit Grünfutter zu reinigen.
3.4 Beleuchtung und Beheizung des Terrariums
Jetzt wären wir beim schwierigsten Thema im Bezug auf Bartagamen. Im allgemeinen muss die Beleuchtung hell sein. Sehr hell, um den Tieren ein möglichst perfektes Abbild ihrer Natur geben zu können. Dafür eignen sich z.B. HQI- oder HQL-Strahler, die man sich günstig bei eBay ersteigern kann. 1-2 Stück (auf die Wattzahl achten!) leuchten ein Terrarium gut aus (abhängig von der Größe des Terrariums!), und sorgen dafür dass sich die Tiere wohl fühlen. Auch Leuchtstoffröhren aus dem Bereich der Terraristik können zur Ausleuchtung benutzt werden. Allerdings sind diese nicht so lichtintensiv wie beispielsweise HQI-Strahler.
Die UV-Bestrahlung muss angeboten werden, da Bartagamen (und manch andere Reptilien) sonst nicht ihr für das Überleben wichtige Vitamin D3 bilden können! Auch hier gibt es wieder spezielle Lampen wie z.B. die Osram Vitalux, die die meisten Käufer jedoch wegen dem teils sehr hohen Preis abschreckt. Andererseits gibt es auch Leuchtstoffröhren, die UV-Strahlen abgeben. Jedoch gehen die UV-Strahlen nicht sehr weit von den Leuchtstoffröhren ab, so dass sie sich nur für kleinere Terrarien eignen (z.B. für Aufzuchtterrarien). Mit der Osram Vitalux hat man mehr Spielraum. Anders als bei Leuchtstoffröhren muss man hier sogar einen Mindestabstand von 80cm zu den Tieren einhalten. Die Bestrahlungsdauer mit einer Osram Vitalux sollte etwa 30 Minuten, alle 1-3 Tage betragen.
Zur Beheizung des Terrarium sollten (und müssen) Spotstrahler und Wärmespots genommen werden. Diese gibt es ab 15 Watt aufwärts, und sind somit für so gut wie jedes Terrarium vorhanden und einsatzbereit. Auch hier ist der Einsatz von Terrarium zu Terrarium verschieden. Für die Beheizung können auch Heizkabel, Heizsteine o.ä. benutzt werden. Dies entspricht aber nicht dem natürlichen Lebensraum der Tiere. Die Wärme sollte von oben kommen! Sollte man jedoch trotzdem unbedingt einen „Heizstein“ benutzen wollen, so kann man in den Baumarkt gehen und sich dort größere Steine zulegen. Diese legt man dann unter einen Spot und fertig ist der „Heizstein“. Diese Alternative entspricht dem natürlichen Lebensraum viel mehr, als eine elektrische Variante. Und günstiger ist sie auch. Die Temperaturen sollten zwischen 25°C an der kühlsten Stelle und 50°C direkt auf dem Sonnenplatz liegen. Die lokale Lufttemperatur sollte 35°C betragen. So kann man z.B. einen Sonnenplatz mittig im Terrarium anbringen, so dass es zu den Seiten hin kühler wird.
Mehr zum Thema Beleuchtung gibt es hier.
4.0 Pflege im Terrarium
Wenn man die Größe des Terrarium, den Bodengrund, die Ausstattung im Sinne von Klettermöglichkeiten und die Beleuchtung und Beheizung beachtet, ist es nicht schwer, Bartagamen erfolgreich und artgerecht im Terrarium zu halten. (Siehe Kapitel "Das Terrarium")
4.1 Gestaltung des Terrariums
Die Gestaltung des Terrariums bleibt einem selbst überlassen. So können z.B. Rückwände und Felsvorsprünge nach belieben gebastelt werden, um somit die Natur zu simulieren. Künstliche sowie echte Pflanzen können ins Terrarium integriert werden, um den natürlichen Look darzustellen.Allerdings haben es Echtpflanzen nicht unbedingt leicht bei Bartagamen. Sie können und werden mit begeisterung angefressen und somit auch gefressen. Daher ist darauf zu achten, dass die Pflanzen ungiftig sind und keinerlei Stacheln oder Dornen haben. Kakteen fallen somit weg. Hier eine Liste von geeigneten Pflanzen.
4.2 Das Futter
Bartagamen fressen Heuschrecken, Heimchen, Grillen, Fliegen, Mehlwürmer, Zophobas, Wachsmotten etc.
Zu beachten ist, dass Mehlwürmer und Zophobas nicht so oft gefüttert werden sollten, denn sie haben einen hohen Fettanteil, der die Bartagamen aufdunsen lässt. Außerdem können die Tieren dadurch krank werden. Deshalb sollte man Mehlwürmer wie Pralinen verabreichen. Das Lebendfutter und manches Grünfutter sollte mit Korvimin ZVT o.ä. bestäubt werden, welches den Bartagamen zusätzliche Vitamine und Mineralien zufügt. Adulte Bartagamen fressen häufiger Pflanzenfutter als die Jungtiere. Dazu zählen Tomaten, Salat (kein einfacher Kopfsalat - Nitritanteil zu hoch), Löwenzahn, Gurken, Bananen, Trauben, Äpfel, Birnen usw. Man sollte jedoch nicht zuviel Obst verabreichen (zu hoher Zucker- und Säureanteil), sondern mehr Kräuter (auch Unkräuter). Hier eine große Liste mit geeignetem Grünfutter.
Ein wöchentlicher Bartispeiseplan kann z.B. so aussehen (entnommen aus dem Buch Bartagamen):
* Montag: gemischter Gemüse- und Obstteller
* Dienstag: gemischter Gemüse- und Obstteller, Insekten
* Mittwoch: Insekten
* Donnerstag: Fastentag
* Freitag: Vitaminbrei
* Samstag: gemischter Gemüse- und Obstteller
* Sonntag: gemischter Gemüse- und Obstteller, Insekten
Den Speiseplan muss man evtl. den Vorlieben seines Pflegings anpassen.
Anmerkung: Das Verhältnis von Lebendfutter zu Grünfutter muss bei Zwergbartagamen (P. henrylawsoni) 60 zu 40 sein. Also 60% Lebend- und 40% Grünfutter.
4.3 Die Reinigung und Hygiene des Terrariums
Hygiene ist ein Muss in der Terraristik. Ist ein Terrarium sauber und werden die richtigen Voraussetzung (s.o.) getroffen, so gehts es meist auch den Tieren gut. An sich ist es nicht sonderlich schwer, ein Terrarium sauber zu halten. Kot sollte natürlich schnellstmöglich daraus entfernt werden, auch, um die Geruchsbelästigung in Grenzen zu halten. Die Futter- und Wasserschalen sollten jedes mal wenn neu nachgefüllt wird, heiß ausgewaschen werden, um die Keimbildung zu unterbinden. Neue - selbst im Wald gesammelte Kletteräste z.B. - sollten bevor sie ins Terrarium eingebracht werden mit siedenem Wasser übergossen werden, um mögliche Mitbringsel (Milben, Zecken etc.) abzutöten. Danach sollten die Äste mehrere Stunden (je nach Wetter auch Tage) trocknen. Im Sommer eignet es sich am besten, sie in die Sonne zu stellen.
4.4 Die Winterruhe
2 Wochen vor der Einleitung der Winterruhe sollte die Fütterung komplett eingestellt werden. Dies dient dazu, dass der Verdauungstrakt bis dahin entleert ist. Sollten sich Bartagamen von alleine schon vorher zurück ziehen, sollte ab diesem Moment sn nicht mehr gefüttert werden.
Sind die 2 Wochen verstrichen, kann man damit beginnen die Beleuchtungsdauer der Lampen auf 6-8 Stunden zu reduzieren. Beheizt werden sollte nur noch 1-2 Stunden am Tag. Danach kann man seine Bartagamen vollkommen sich selbst überlassen. Trotzdem muss täglich frisches Wasser hineingestellt werden. Gefüttert werden dürfen sie aber während der Winterruhe nicht! Kein Lebend- oder Grünfutter! Sollte die Tiere von äußerlichen Einflüssen gestört werden können, so kann man dies durch ein Betttuch welches vor das Terrarium gehangen wird, verhindern.
Die Temperaturen sollten um die 18-20°C im inneren des Terrariums liegen. Das bedeutet, dass sie ohne weitere Probleme bei Zimmertemperatur überwintert werden können. Die Temperaturen sollten jedoch nicht länger auf 15°C oder weniger fallen, um Gesundheitsschäden vorzubeugen. Die Winterruhe sollte 2-3 Monate lang anhalten. Mindestens aber 6 Wochen. Nach 2-3 Monaten sollte man die Temperaturen langsam wieder hochfahren und somit auf normales Niveau bringen. Werden die Bartagamen wieder munter, so kann man langsam wieder mit der Fütterung beginnen.
Sollten die Tiere nach 3-4 Monaten immernoch nicht aus der Winterruhe erwacht sein, so sollte man die Temperaturen ruckartig wieder hochfahren. www.Zwergbartagamen.de und bei der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (kurz DGHT).
Einen weiterführenden Artikel zum Thema Winterruhe findet ihr hier.
5.0 Schlusswort
Die Haltung von Bartagamen ist rein theoretisch nicht sonderlich schwer, wenn man sich an die oben beschriebenen Dinge hält. Trotzallem sind es Lebewesen, die alle einen anderen Charakter und ein Recht auf faire und artgerechte Haltung haben.
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Haltungsbedingungen für Bartagamen. © by Marcel "Red_Eye" Dreschel für www.zwergbartagamen.de |
Quellenangabe Fachliteratur: Bartagamen von Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster, Herpeton Verlag |