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Bauanleitung Felsrückwände & Aufbauten

Hier präsentiert Bernd seine Bauanleitung für Felsrückwände. Nach dieser Methode, die nicht ganz einfach ist, entstanden alle Rückwände in seinem Becken. Vielen Dank für die Bereitstellung der Bilder und der Anleitung! Bernd hält eine Vielzahl von Reptilien, die ihr in der Gästegalerie bewundern könnt. Dort findet ihr auch nich mehr Bilder von seinen Terrarien.

Kurzanleitung

Terrarienanlage (c) Bernd Stassen (Mausklick = Vergrößerung)

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Materialien & Arbeitsmitel

Als Grundplatte für die Felsrückwand benutze ich in den meisten Fällen eine oder je nach Größe der entstehenden Rückwand mehrere Styrodurplatten (Hartschaumplatten aus dem Baustoffbedarf). Diese gibt es in verschiedenen Stärken (von 2-6cm Dicke) und lassen sich mit Teppichmesser auf das richtige Maß schneiden.

Zum Stumpfverkleben mehrerer Platten nimmt man Sinnvollerweise speziellen Styroporkleber, z.B. Uhu-Por© . Den gibt´s hier bei uns in verschiedenen Gebindemengen. Ein Verschrauben mit extrem langen Spaxschrauben an den Seiten ist zusätzlich möglich, aber nicht unbedingt nötig. Die Stärke der Platten wähle ich immer nach der Größe der Rückwand aus. Für kleinere Becken reicht eine Plattenstärke von 2-3cm, für Großflächige benutze ich immer 4-6cm Plattenstärke.

Die Felsaufbauten

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Im Baumarkt erhältlich sind ganze Styroporblöcke mit den Maßen 15X15X100cm bis 50X50X100cm. Diese lassen sich mit scharfen Messern und mit dem Heißlüftfön in die richtige Form bringen. Es ist durchaus möglich, kleinere Höhlen und offene Gangsysteme in diesen Blocks mittels Heißluftföns einzubrennen (Raum sollte wegen der leichten Geruchs-/ und Qualmentwicklung gut belüftet sein!)
Die Endform des so entstandenen Felsens sollte bis auf die Klebseite überall mit dem Fön bearbeitet sein, da das Styropor so eine rauere und somit bessere Haftung für den aufzubringenden Mörtel bietet. Nach Abschluss dieser vorbereitenden Arbeiten kann nun mit dem bestreichen des entstandenen Felsrohlings mit Mörtel (ich benutze ausschließlich R&R-Mörtel von Lugato/Baumarkt) begonnen werden. Eine Schickdicke non 3-5mm reicht vollkommen aus.

Der Mörtel, der laut Verpackungsangaben angerührt wird, sollte mit kleiner und mittlerer Maurer- oder Zungenkelle aufgetragen werden und anschließend mit einen feuchten Pinsel geglättet werden. Nach diesen Verfahren kann man mehrer Felsblöcke nach eigenen Geschmack anfertigen (Anmerkung: Alle so entstandenen Felsen werden NOCH NICHT aufgeklebt)
Um den Felsen seine endgültige Farbstruktur zu geben, müssen folgende Arbeitsschritte zum Anrühren der Farbmörtelmischung eingehalten werden:

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In ein kleines Gefäß (Füllmenge ca.200ml) gebe ich folgende Bestandteile:
1. 15-20ml des gewünschten Farbtons (Fassadenfarbe od. Voll- u. Abtönfarbe)
2. 2 EL Mörtelpulver (R&R)
3. 2-3 EL feinen Quarzsand (für die raue Felsoberfläche)
4. Unter Zugabe von WENIG Wasser das ganze zu einer puddingähnlichen Konsistenz umrühren.
5. Schritt 1-4 im gleichen Gefäß wiederholen

Anmerkung: Das ganze muss gut umgerührt sein und in etwa puddingähnlich sein, ggf. mit etwas Wasser verdünnen, da das ganze im Anschluss mittels Pinsel auf die Felsimitation aufgetragen wird.

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Arbeitsschritte für das Auftragen des Farbmörtels

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Der trockene Fels muss als erstes mit einer Wassersprühflasche leicht feucht gemacht werden. Anschließend wird der Farbmörtel unter Zugabe von ein wenig Sprühwasser auf den Fels aufgetragen.
Je nach Trocknungsgrad mit mehr Wasser besprühen. In den noch feuchten Farbmörtel können jetzt noch andere Farbtöne mit eingebracht werden.

Beispiel:
Die meisten meiner Rückwände haben eine sandfarbene Basis mit eingebrachten Braun bis Kastanienfarbtönen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass fertige Farbtöne besser sind als eigene Farbmischungen. Den gleichen Farbton später einmal wieder hinzubekommen ist fast unmöglich.
Nach dem kompletten Aushärten der Oberfläche können jetzt die verschiedenen Felsblöcke mit Styroporkleber aufgeklebt werden (Verarbeitungshinweise unbedingt beachten). Die restlichen Freiräume auf der Styrodur-Grundplatte werden nun mit Lösungsmittel angeätzt, um den Mörtel einen besseren Halt zu geben (vorsichtig mit Pinsel auftragen). Im Anschluss daran den R&R-Mörtel aufzutragen und glätten. Zum Schluss den Farbmörtel, wie oben angegeben auftragen.

Eine andere Möglichkeit, Felsen zu bauen

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ist das Übereinanderkleben vorbehandelter Styroporplatten mittels Silikon, der auf beiden zu verklebenden Seiten aufgetragen wird und mit einem Spachtel gerade gezogen wird. Die so verklebten Platten werden mit dem Teppichmesser und Heißluftfön bearbeitet. Mit dieser Machart kann man sehr große Felsen mit Vorsprüngen herstellen. Diese haben den Vorteil, dass sie bei einer genügend großer Grundfläche eigenständig stehen, sowohl als Terrarienrückwand, als auch mitten im Terra als freistehender Fels. Diese übereinander geklebten Styroporplatten können auch zur optischen Aufwertung zwischen den Felsblöcken (wie Oben) auf die Grundplatte geklebt werden.

Bis dann Gruß, Bernd...

(Habt Ihr noch Fragen zu der Anleitung? Dann könnt Ihr Euch mit Bernd per eMail in Verbindung setzen: bernd.stassen(at)gmx.de

Habt Ihr noch Ideen, Anleitungen und Bilder rund um das Thema "Terrarienbau"? Dann setzt Euch bitte mit mir in Verbindung, danke!!!

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